RENEE SINTENIS

geb. 20.03.1888 in Glatz, Polen – gest. 22.04.1965 in Berlin

Renee Sintenis war eine deutsche Bildhauerin. Sie schuf vor allem kleinformatige Tierplastiken, weibliche Aktfiguren und Portraits.

Renee Sintenis wurde seit 1913 von dem Galeristen Wolfgang Gurlitt, ab 1920 von Alfred Flechtheim ausgestellt. Sie wurde zur  wichtigsten Protagonistin des Flechtheimer Kreises. Die kunstinteressierte Öffentlichkeit war in ihre Sportlerfiguren, die Tierskulpturen sowie die kleinformatigen Selbstporträts vernarrt.  Aufgrund ihrer Körpergröße, ihrer schlanken Gestalt, ihrer androgynen Ausstrahlung, dem selbstbewussten, modischen Auftreten und ihrer Schönheit wurde sie häufig abgebildet und  porträtiert, auch in Modemagazinen. Sie verkörperte auf hervorragende Art und Weise den Typus der ‚Neuen Frau‘, auch wenn sie eher zurückhaltend auftrat. Ihre Skulptur Junger Bär (1932) ist Vorbild für den „Goldenen Bären“ Preis der Berliner Filmfestspiele.

In Berlin-Friedenau erinnert der Renee-Sintenis-Platz mit der Skulptur „Grasendes Fohlen“ von Renee Sintenis seit 1967 an die Künstlerin.