
WIBORADA
geb. um 900 in Aargau – gest. 02.05.926 in St. Gallen
Wiborada ist eine Einsiedlerin, geweihte Jungfrau und Märtyrerin der katholischen Kirche. Papst Clemens II. spricht Wiborada 1047 als erste Frau in einem offiziellen römischen Verfahren heilig. Pfingsten 916 entscheidet sich Wiborada für ein Leben als Reklusin, asketisch in Einsamkeit und Gebet auf Gott konzentriert. Beim Ungarneinfall 926 erkennt Wiborada die drohende Gefahr für St. Gallen, und Dank ihrer kann die Bibliothek – mit dem ältesten Buch in deutscher Sprache (720 n.C.) und dem ältesten Liederbuch der Welt– vor der Zerstörung bewahrt werden. Nach ihrem Tod wird sie in St. Gallen geehrt und der 2. Mai zu ihrem Gedenktag bestimmt.
Künstler: Josef Büsser
Material: Brunnenstatue aus Sandstein
Datierung: 1926
Ort: Wiboradaplatz in St. Gallen SG

