Frauendenkmäler
EIN FRAUENDENKMAL IST NICHT GENUG!

Seit 2020 beschäftigt ich mich mit der Recherche und der künstlerischen Interpretation von historischen Frauendenkmälern im öffentlichen Raum. Die Figuren stehen – anders als die bei Männern meist auf dem Boden und nicht auf hohen Sockeln. Es sind bereits mehr als 150 Bilder von Frauendenkmälern entstanden. Neben der künstlerischen Arbeit ist es ein Anliegen, die Fakten mitzuliefern (Wann aufgestellt? Wer ist der/die Künstler*in? Finanzierung?) und eine Historie von Frauendenkmälern zu erstellen. Mein Archiv beinhaltet zum jeweiligen Frauendenkmal ein Foto, eine Zeichnung, ein Spraybild DIN A4 und einen Text.
Da die bekannten Tatsachen zu den historischen Frauendenkmälern oft lückenhaft sind, sind viel Recherche und Korrespondenz erforderlich mit Heimatvereinen und unterstützenden Stellen, kirchlichen Verbänden, der Denkmalpflege und Museen. Entscheidende Hinweise kommen hier auch oft durch mündlich überlieferte Geschichten von interessierten Personen, die das Frauenprojekt durch Ausstellungen (Bremen, Karlsruhe, Berlin, Brandenburg) oder durch begleitende Pressemitteilungen oder Verbreitung in öffentlichen Medien wie Instagram, NDR Kultur kennengelernt haben.
Die Frauendenkmäler und das Archiv werden in einer bundesweiten Ausstellungsreihe an vielen Orten präsentiert.
Als work in progress angelegt, ist das Projekt in Bewegung und wird laufend ergänzt. Es ist ganz wesentlich, dass Anregungen und Hinweise von außen an mich herangetragen werden. Unterschiedlichste Kontakte lassen ein Netzwerk entstehen, wo Informationen ausgetauscht werden. Auch fanden Gesprächsrunden zum Thema statt z.B. im Verein „Frauen und Geschichte Baden-Württemberg“. Ausfindig gemachte neue Denkmäler werden recherchiert, gezeichnet und gesprayt Am Ende einer Ausstellungsreihe erscheint ein zusammenfassender Katalog für das jeweilige Bundesland. Auch nach der Publikation wird das Projekt laufend fortgeführt.
Wenn alle Frauendenkmäler erfasst und entsprechende Kataloge in allen Bundesländern sowie im deutschsprachigen Raum erstellt sind, entsteht für mich eine Zäsur. Das Projekt geht jedoch weiter. Eine Dokumentation der Frauendenkmäler ist Voraussetzung für eine umfassende Neubewertung, Lücken können erkannt und es kann allgemein über die Bedeutung von Denkmälern und ihre Wirkung im 21. Jahrhundert nachgedacht werden.

Frauendenkmäler
Bremen

Frauendenkmäler Berlin

Frauendenkmäler Niedersachsen
